Jedes Reitpferd benötigt eine kräftige Rumpfmuskulatur. Das aktive Anheben des Rumpfes entlastet Gelenkflächen, Sehnen sowie Bänder und Nervenkompressionen. Was für Dreigänger gilt, ist für Gangpferde oft noch dringender: Auch sie verdienen starke Rumpfträger für eine langfristige Gesunderhaltung. Ein wichtiger Marker um zu sehen ob ein Pferd die Rumpfträger aktiviert ist, neben dem deutlichen Bergauf-Gefühl der Reiterin, dass die Zügel beginnen durchzuhängen und die Vorderbeine lautlos und leichfüßig auffußen und sich weniger stark rückständig bewegen.
Dieser Paso Peruano zeigt mit seiner Besitzerin zum Beispiel in diesem Unterrichtsmitschnitt das Erarbeiten des Anheben des Rumpfes über Sitzhilfen. Nach der ersten korrekten Bewegungsabfolge erfolgt sofort ein Lob mit positiver Verstärkung, um das Pferd motiviert zu halten, da das Aktivieren der Rumpfträger zu Beginn viel Konzentration und Anstrengung vom Pferd erfordert.
Der Paso Peruano geht hier übrigens den Sobreandando – eine rassetypische, passverschobene Töltvariante. Gut zu erkennen ist auch der Termino, die typische Seitwärtsbewegung der Vorderbeine aus der Schulter heraus.
Das Aktivieren der wichtigen Rumpfstabilisatoren gelingt vorwiegend über feine Sitzhilfen. Das Ziel ist für alle Rassen gleich: Egal welche Gangart geritten wird, kein Pferd sollte mit tiefstehendem Rumpf, weggedrücktem Rücken und Unterhals laufen müssen. Nur ein angehobener Rumpf mit korrekter Wirbelsäulenrotation ermöglicht die Gesundheit des Pferdes bis ins hohe Alter. ♥️🐴
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